Sünden sind Handlungen oder Gedanken, die Menschen von Gott trennen. Das passiert zum Beispiel, wenn Menschen nur an sich selbst denken oder anderen schaden durch das, was sie tun. Mit so etwas verstoßen die Menschen gegen Gottes Willen. Er hat ihnen nämlich Regeln gegeben, zum Beispiel die Zehn Gebote. Später hat auch Jesus mit den Menschen ganz viel über Gottes Willen gesprochen: Er erzählte ihnen deshalb von Nächstenliebe und Feindesliebe, von Teilen und Frieden.
Die Menschen wissen also eigentlich, was Gottes Wille ist. Und Gott müsste dafür sorgen, dass die Menschen dem folgen und seine Regeln ernst nehmen. Er straft sie aber nicht, weil er eine gute Verbindung zu ihnen haben will. Menschen sollen ohne Strafe oder Angst vor seiner Strafe leben können. Gläubige Menschen nennen das dann Vergebung.
Zum Vergeben gehört auch sich zu entschuldigen
Andererseits hat ein Leben fern von Gott schlechte Folgen für sie selbst. Deshalb glauben Christinnen und Christen: Sünde ist eine Abwendung von Gott, weil bei Gott Liebe und Leben ihren Ursprung haben. Wenn Menschen also nett zueinander sind und gut miteinander leben, kann auch die Verbindung zu Gott heil bleiben oder wieder werden.
Wichtige Voraussetzung für Vergebung ist, dass Menschen um Entschuldigung bitten, wenn etwas falsch gelaufen ist. Das ist gemeint mit den Begriffen „Verzeihung" oder „Entschuldigung". Damit erkennen sie die eigene Schuld an, also dass sie etwas falsch gemacht haben. Das gilt Gott gegenüber wie auch im Umgang der Menschen untereinander.
Gott im Christentum vergibt alle Sünden
Christinnen und Christen glauben daran, dass Gottes Liebe so groß ist, dass er ihnen alle Sünden vergibt, also das, was falsch lief. Sie bitten Gott darum im Gebet oder in der Beichte um Vergebung. Damit bekommen sie immer wieder die Chance auf einen Neuanfang: Sie können das Schlechte wie einen zu schweren Koffer leeren und erleichtert weitergehen.
