Warum wurden Katzen in Ägypten verehrt?

Tierkulte der Altägyptischen Spätzeit führten zu Mumifizierungen von Katzen
epd-bild/Stephan Wallocha
Blick in die Ausstellung "Katzen!" im Museum am Rothenbaum Kulturen und Künste der Welt in Hamburg im Jahr 2025. Die Tierkulte der Altägyptischen Spätzeit führten zu Mumifizierungen von Katzen (Foto).
Till
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Hallo, Till. Die Menschen im Alten Ägypten glaubten daran, dass Katzen Gottheiten in Tiergestalt sind. Deswegen wurden sie auch wie Göttinnen verehrt. 

Angefangen hat die Liebe zwischen den Menschen und den Samtpfoten aber ganz praktisch: Katzen haben die Lebensgrundlagen der Ägypter beschützt. Denn Ägypten war und ist ein Land voller Schlangen, Skorpione und Mäuse. Ohne Katzen wäre das Leben schwer gewesen. Denn sie jagten die Tiere, die Menschen mit ihren Giftbissen töten konnten oder Getreidevorräte fraßen. Und ohne Getreide gab es kein Brot. Aber auch in den Tempeln waren Mäuse und Ratten oft eine Plage.

Die sanftmütige Katzengöttin Bastet

Die altägyptische Katzengöttin hieß Bastet. Sie war die Tochter des Sonnengottes Re. Dargestellt wurde sie als Katze oder als Frau mit Katzenkopf. Bastet war als Göttin der Liebe, Sexualität und Fruchtbarkeit bekannt. Sie beschützte schwangere Frauen und galt als symbolische Mutter der Pharaonen.

Besonders in der Spätzeit des Ägyptischen Reichs wurden Katzen sogar kultisch verehrt. Das heißt, der Katzengöttin wurden eigene Opfer dargebracht und Hauskatzen unterlagen einem besonderen Schutz. Es gibt jahrtausendealte Wandmalereien, auf denen Katzen Halsbänder tragen oder aus einem Napf fressen. Sie lebten nämlich schon vor 5.000 Jahren in den Häusern der Menschen. In einigen Tempeln gab es sogar Katzenpavillons, in denen die Tiere sich ausruhen konnten.

Übrigens: Das altägyptische Wort für Katze lautet mjw und wird wie „mau“ ausgesprochen. Das klingt doch sehr nach einem Stubentiger, findet ihr nicht? Miau.