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Abtreibung im Islam
- das Leben der Mutter steht an erster Stelle
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Eine junge Frau schaut auf einen Schwangerschaftstest.
20.01.2016 - 19:36

Nach dem Koran ist Abtreibung eine Sünde. Sie ist daher ähnlich wie im Judentum nur im Ausnahmefall erlaubt.

Nach dem Koran zieht die Seele erst 120 Tage nach der Zeugung in das Kind ein. Auch vorher ist eine Abtreibung unter normalen Umständen jedoch verboten. Denn im  Islam heißt es „Allah gibt das Leben und Allah nimmt das Leben“. Damit ist jedes Kind von Anfang an ein Geschöpf, das Gott erschaffen hat, und muss daher beschützt werden.

Noch mehr als das Leben des ungeborenen Kindes zählt auch im Islam jedoch das Leben der Mutter. Gerät es durch die Schwangerschaft in ernste Gefahr, ist eine Abtreibung daher erlaubt. Das gilt auch, wenn das Kind bei einer Vergewaltigung der Frau gezeugt wurde. Denn dann kann das Kind nach dem Glauben der Muslime und Musliminnen für die Mutter zu einer untragbaren seelischen Last werden, unter der dann auch das Kind selbst sehr zu leiden hätte.