Muslime beten an einem Sarg in der Sehitlik Moschee in Berlin-Neukölln.
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Tod im Islam
- die Seele lebt weiter
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Islamisches Totengebet in der Sehitlik Moschee in Berlin-Neukölln.
Friederike Ullmann, ar, jb
21.09.2011 - 11:59

Wenn ein Freund oder Verwandter stirbt, ist es immer sehr traurig. Hast du das auch schon einmal erlebt? Muslime haben einen Trost. Für sie ist mit dem Tod noch längst nicht alles vorbei.

Muslime betrachten das Leben auf der Erde als ein Geschenk und eine Aufgabe von Allah. Am Ende des Erdenlebens stirbt nach ihrer Überzeugung nur der Körper. Die Seele des Menschen  lebt weiter. Muslime glauben nämlich, dass es irgendwann einen „Tag der Auferstehung“ gibt, an dem sie Allah begegnen. Bis dahin ist das Grab für die Toten der Aufenthaltsort ihrer Seele.

Daran glauben Muslime:

Alle Menschen müssen sich vor Allah für ihr Leben rechtfertigen. Daher fragen zwei Engel jeden Verstorbenen gleich nach dem Tod nach seinem Glauben und seinen Überzeugungen. Wenn der Verstorbene wirklich an Allah geglaubt und sein Leben mit guten Absichten geführt und gut genutzt hat, dann darf er im Paradies weiter leben. Andernfalls führt sein Weg in die Hölle.
Allerdings lassen sich gute und schlechte Taten nicht einfach abzählen. Nur Allah weiß, wie der Verstorbene sein gesamtes Leben genutzt hat und unter welchen Umständen er gelebt hat.

In diesem Glauben vertrauen Muslime darauf, dass Allah ihnen Fehler verzeiht, wenn sie diese bereuen. Außerdem verlassen sie sich auf die absolute Barmherzigkeit und Gerechtigkeit von Allah.

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