Wenn ein Mensch stirbt, endet nach buddhistischer Auffassung nicht alles. Neues Leben entsteht. Wie dieses neue Leben aussieht, hängt auch vom Karma ab. Karma bedeutet: Alles, was Menschen denken, sagen und tun, hat Folgen.
Der Buddha hat keine unsterbliche Seele gelehrt, die von einem Leben in das nächste wandert. Trotzdem hängt jedes Leben mit früheren Leben zusammen. Das ist ein bisschen so, wie wenn eine Murmel gegen eine andere Murmel stößt. Beide Murmeln sind verschieden. Aber die zweite rollt nur los, weil die erste sie angestoßen hat.
Samsara heißt der Kreislauf aus Leben und Tod
Buddhistinnen und Buddhisten nennen den Kreislauf aus Leben, Tod und neuem Leben Samsara. Viele möchten diesen Kreislauf gern verlassen. Dann endet auch das Leiden. Diesen erleuchteten Zustand nennen sie Nirvana.
Im Mahayana-Buddhismus gelten Bodhisattvas als große Vorbilder. Denn sie helfen allen Lebewesen auf dem Weg zur Erleuchtung. Aus diesem Grund wünschen sich diese Menschen zwar die Erleuchtung, aber auch immer wieder geboren zu werden, um anderen helfen zu können.
Was passiert im Buddhismus nach dem Tod?
Wenn ein Mensch gestorben ist, trauern Familie und Freundinnen und Freunde um ihn. Sie kommen zu Gedenkfeiern zusammen, zünden Kerzen oder Räucherstäbchen an und bringen Blumen oder Speisen dar. Sie wünschen den Verstorbenen eine gute Wiedergeburt.
Manche Buddhistinnen und Buddhisten sagen: Wenn ein Mensch stirbt, geht er durch viele Zwischenschritte, bis er wiedergeboren wird. Andere sagen: Die Wiedergeburt passiert sofort.
