Ein kleiner Junge läuft an einem Strand durch flaches Wasser.
Umweltschutz im Judentum
- die Tora gibt genaue Anweisungen
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In der Tora steht, dass es verboten ist, das Wasser zu verschmutzen.
06.01.2022 - 16:29

Vielen Juden ist der Umwelt- und Naturschutz sehr wichtig, denn die Bewahrung der Schöpfung zählt in ihrer Religion zu den wichtigsten Aufgaben.

In jüdischen Schriften heißt es, dass die Natur lebt, fühlt, denkt und dem Menschen dient. Damit ist zum Beispiel gemeint, dass die Natur den Menschen ernährt. Ohne ihre immer wieder nachwachsenden Früchte würde der Mensch verhungern. Auch aus eigenem Interesse soll der Mensch daher gut mit seiner Umwelt umgehen. Wer der Umwelt schadet, muss dagegen mit schlimmen Folgen und sogar Katastrophen rechnen. Davon erzählt in der hebräischen Bibel die Geschichte von der Sintflut, die nur die Passagiere in Noahs Arche überlebten. Die hebräische Bibel ist auch das Erste Testament der Christen.

In der Bibel gibt es viele Bilder und auch genaue Anweisungen, wie sich die Menschen verhalten sollen. Unter besonderem Schutz stehen in der Tora zum Beispiel Obstbäume, die den Menschen ernähren und ihm Sauerstoff zum Atmen spenden. Sie sollen sogar im Krieg vor Schaden geschützt werden. Verboten ist es, Brunnen auszutrocknen oder das Wasser oder die Luft zu verschmutzen und dadurch die eigene Gesundheit oder das Leben anderer Menschen aufs Spiel zu setzen.

Früher haben Rabbiner auch das Baden im Trinkwasser verboten, ebenso die Luftverschmutzung in der Nähe von Speichern. So wurden Krankheiten durch Keime und schädliche Stoffe verhindert.

Auch heute engagieren sich jüdische Einrichtungen für den Erhalt der Natur. Zum Beispiel setzt sich seit 2001 eine jüdische Umweltorganisation für einen besseren Umweltschutz in Israel ein. Dort gibt es viele Probleme mit der Müllentsorgung und mit der Verschmutzung von Flüssen und der Meeresküste.