Was geschah auf dem Berg Hira genau?
22.11.2011 - 13:56
Eines Tages saß Mohammed wieder einmal auf dem Berg Hira und dachte über die Menschen und den Sinn des Lebens nach. Da erschien ihm nach dem Glauben der Muslime der Engel Dschibril. Juden und Christen nennen ihn Erzengel Gabriel. Dschibril erklärte Mohammed, dass es nur einen einzigen wahren Gott gebe. Das war sicher spannend für Mohammed, denn damals beteten die Menschen viele verschiedene Götter an. Der Engel erklärte Mohammed, wie die Menschen friedlich zusammen leben und Allah ehren sollten. Vor allem sollten sie viel Gutes tun und Böses verbieten. Dschibril trug Mohammed auf, diese Botschaft unter den Menschen zu verbreiten.
 
Jahrelang trafen sich die beiden danach auf dem Berg Hira. Dschibril brachte Mohammed immer neue Botschaften von Allah. Mohammed hörte aufmerksam zu. Doch er hatte ein Problem: er konnte nicht schreiben. Um den Menschen Allahs Botschaften zu überbringen, musste er sie Wort für Wort auswendig lernen. Später gab er jeden Satz an seine Freunde weiter. Auch sie prägten sich Wort für Wort ein. 
 
Im Jahr 632 starb Mohammed. Er war damals erster Kalif und Herrscher über die muslimische Gemeinschaft. Sein Nachfolger wurde sein Freund Abu Bakr. Er bat Mohammeds Ziehsohn Zaid, die von Dschibril überbrachten Offenbarungen endlich aufschreiben zu lassen. Zaid rief also Mohammeds Freunde zusammen, die den Koran inzwischen sehr gut auswendig kannten. Sie schrieben ihr Wissen in 114 Suren auf und verglichen und prüften alles viele Male. So entstand der Koran. Er wurde in alle Gegenden geschickt, in denen die Muslime lebten. Jeder erhielt ein Exemplar mit demselben Inhalt. 
 
Das ist die Geschichte des Islam. Der Inhalt des Koran hat sich bis heute nicht verändert.