Katholische Christinnen und Christen glauben, dass sie beim Abendmahl mit der Hostie den Leib Christi in sich aufnehmen. Das feiern viele von ihnen zehn Tage nach Pfingsten mit Fronleichnam.
Fronleichnam ist ein Straßenfest. Viele Gemeinden bauen im Freien Altäre auf und schmücken sie mit Blumen. Vor allem in Süddeutschland gestalten Personen, die am Prozessionsweg wohnen, ihr Grundstück mit einem Blumenteppich, mit Fahnen oder Figuren. Dann ziehen der Pfarrer, die Diakone und Messdiener zusammen mit vielen Gemeindemitgliedern feierlich durch die Straßen. Den Zug nennt man eine Prozession. Vorweg geht der Pfarrer. Er trägt die Hostie in einem kostbaren Gefäß von Altar zu Altar. Das Gefäß heißt Monstranz. Sie ist oft wie eine Kirche oder eine Sonne gestaltet. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Prozession singen und beten unterwegs.
Schöne Prozessionswege zu Fronleichnam
Während der Prozession streuen die Kinder häufig Blumen. So schmücken sie die Straße, über die Jesus in Gestalt des heiligen Brotes geht. Es soll einen Blumenteppich andeuten. Die Kinder, die in diesem Jahr zum ersten Mal die Erstkommunion gefeiert haben, ziehen an diesem Tag häufig noch einmal ihre Kommunionkleidung an und begleiten so die Prozession.
Bildergalerie Fronleichnam
Katholische Christen glauben, dass sie mit der Hostie beim Abendmahl den Leib Christi in sich aufnehmen. Das feiern viele von ihnen im Sommer mit Fronleichnam.
Eigentlich müsste Fronleichnam übrigens am Gründonnerstag vor Ostern auf dem Kalender stehen. Das war der Tag, bevor Jesus starb. An jenem Abend feierte er mit seinen Jüngern zum ersten Mal die heilige Kommunion, das Abendmahl. Weil die Erinnerung an den Tod von Jesus in der Osterzeit jedoch ein trauriges Ereignis ist, haben die Katholikinnen und Katholiken die Feier verschoben.
Woher kommt der Name?
Das Wort "Fronleichnam" stammt von den alten deutschen Wörtern vrône = „des Herrn“ und lichnam = „lebendiger Leib“. Wörtlich bedeutet es also „Leib des Herrn“.
