Eigentlich gibt es im Buddhismus nur einen einzigen „Orden“, die Sangha. Das ist die Gemeinschaft aller Menschen, die den Buddhismus praktizieren. Hierbei ist egal, ob jemand Nonne, Mönch oder Laie ist. Laie bedeutet, als Buddhistin oder Buddhist zu leben, aber nicht in einem Kloster.
Daneben finden sich in den vielen verschiedenen Richtungen des Buddhismus Gemeinschaften von Nonnen und Mönchen mit unterschiedlichen Regeln. Als Orden bezeichnet hat der bekannte vietnamesische Lehrer Thich Nhat Hanh allerdings auch die von ihm gegründete Gemeinschaft, der Laien ebenso angehören wie Nonnen und Mönche.
Von den ersten Sangha bis zu buddhistischen Gemeinschaften weltweit
Die erste Sangha waren die Schüler und später auch Schülerinnen von Siddharta Gautama, dem historischen Buddha. Sie zogen ohne festen Wohnsitz durchs Land, unterstützt von der Bevölkerung. Später haben sie Klöster gegründet. Die ersten Mönche und Nonnen lebten nach sehr strengen Regeln. Buddhistinnen und Buddhisten im Theravada, dem Buddhismus in Südostasien, halten sich auch heute noch an diese Regeln. Dazu zählt der Verzicht auf Ehe, Sex, Fleisch und Rauschmittel, also Alkohol und Drogen.
Im tibetischen Buddhismus gibt es große Klöster, die von spirituellen Lehrenden geleitet werden. Klöster kennt auch der Zen-Buddhismus. Während die Nonnen und Mönche in Vietnam, China und Korea dort oft das ganze Leben verbringen, dienen sie in Japan nur der Ausbildung von Priesterinnen und Priestern. Wenn Nonnen oder Mönche ein weltliches Leben führen wollen, legen sie ihre Gewänder – die Roben – ab. Das kommt im Buddhismus ziemlich oft vor.
Auch in Europa und Amerika gibt es Gemeinschaften von Nonnen und Mönchen. Die meisten buddhistischen Lehrenden sind aber Laien.
