© Debora Lapide
See Genezareth
- heißt auch Galiläisches Meer
Debora Lapide

Der See Genezareth, auch See von Tiberias genannt, liegt im Norden Israels. Er heißt auch Galiläisches Meer, auf Hebräisch dagegen Jam Kinneret „Harfenmeer“, weil der See die Form einer Harfe hat.  An seinen Ufern befinden sich einige Orte, die für Juden und Christen sehr wichtig sind. Über sie wird viel in der Bibel erzählt und im jüdischen Talmud.

Direkt am See liegen die Orte Kapernaum und Tiberias, deutlich höher Safed. In Kapernaum lehrte Jesus und tat dort Wunder. Er hielt sich gerne am See auf und berief hier seine Jünger, die von Beruf größtenteils Fischer waren. Hier ist der Berg der Seligpreisungen, wo Jesus seine Berglehre lehrte. Nicht weit davon liegt Tabga und die Brotvermehrungskirche, wo das Wunder der Brotvermehrung stattfand. Genauso findest du auf der anderen Seite des Sees den antiken Ort Gerasa, wo Jesus den Besessenen heilte und die Schweineherde ins Wasser trieb.

Tiberias wurde nach der Zerstörung des zweiten Tempels in Jerusalem ein wichtiges Zentrum für das jüdische Volk. Am Anfang des 3.  Jh.s n.Chr. war hier der Sitz des Sanhedrin. Das war die höchste religiöse, politische und juristische Entscheidungsstelle des jüdischen Volkes. Im Jahr 450 nach Christi Geburt wurde hier auch der Talmud vollendet. Er ist eines der wichtigsten Bücher für das Judentum und bis heute gültig. Vielen Juden auf der ganzen Welt leben und lehren nach ihm.

Safed gilt als Zentrum der jüdischen Lehre. Hier wohnten und diskutierten über viele Jahrhunderte hinweg besonders viele berühmte jüdische Gelehrte.

Der See Genezareth ist ein Süßwassersee und liefert der israelischen Bevölkerung Trinkwasser. Wichtigster Zufluss des Sees ist der Fluss Jordan.

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