Drei Kinder hinter einem Fenster essen Krapfen. Im Fenster steht ein Chanukka-Leuchter mit bunten Kerzen.
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Gläubige im Judentum
- Wer ist Jude oder Jüdin?
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Auch wer nicht als Jude geboren wurde, kann den jüdischen Glauben annehmen.
06.08.2012 - 17:44

Jedes Kind, das von einer jüdischen Mutter geboren wurde, ist Jude oder Jüdin. Damit gehört es nach jüdischem Glauben aber nicht nur zu dem einen Gott, sondern gleichzeitig auch zum jüdischen Volk und seinem Land Kanaan. Das liegt heute in Israel. Die Bibel erzählt, dass Gott es Abraham versprochen hat, als er einen Bund mit ihm schloss.
Von seiner Religion kann sich ein Jude im Laufe seines Lebens abwenden. Nach jüdischem Glauben bleibt er für Gott, seinen Schöpfer, jedoch immer Jude. Auch seine Zugehörigkeit zum jüdischen Volk und seinem Land gilt nach jüdischem Glauben für immer.

Zu den Aufnahmeritualen ins Judentum gehören für Jungen die Beschneidung an ihrem achten Lebenstag und später ihre Anerkennung als Bar Mizwa, dem Sohn der Pflicht. Mädchen werden mit der Bat-Mizwa-Feier  als Tochter der Pflicht vollwertiges Mitglied in der jüdischen Gemeinde.

Wer keine jüdische Mutter hat, kann zwar den Glauben annehmen, gehört aber niemals zum jüdischen Volk und seinem Land. Die Annahme einer anderen Religion heißt Konversion. Zu den Aufnahmeritualen gehören auch dann für Männer die Beschneidung und die Anerkennung als Bar Mizwa, für Mädchen die Ernennung zur Bat Mizwa.