Jüdische Torarolle auf einem Lesepult in einer Synagoge.
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Torarolle
– das kostbarste Stück in der Synagoge
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Eine Torarolle ist von Hand und mit Tinte von einem Toraschreiber geschrieben und deshalb sehr wertvoll.
26.03.2013 - 19:24

Jede jüdische Gemeinde besitzt mindestens eine Torarolle aus aufgerollten Rindshäuten. Darauf ist die Tora in hebräischer Sprache, mit der Hand und mit Tinte geschrieben. Wenn dem Schreiber ein Fehler unterläuft, er sich verbessern muss oder wenn er mit der Tinte kleckst, dann ist die Tora ungültig und er muss den Abschnitt dieser Kuhhaut wieder von vorne beginnen. Darum sind Torarollen sehr kostbar. Meistens besitzt eine Gemeinde mehr als eine Torarolle, denn an Feiertagen wird oft ein anderer Toraabschnitt zusätzlich gelesen. Dann würde es zu viel Zeit beanspruchen, die Tora bis zu dem gewünschten Abschnitt vor- oder zurückzurollen.

Zum Lesen der Tora benutzt der Vorleser den Yad. Das ist ein Zeigestock in der Form einer Hand und eines ausgestreckten Zeigefingers, der die Torarolle vor Verschmutzung bewahren soll.

Für die Torarolle gibt es einen eigenen Schrank, den Tora-Schrein. Er ist meist wie ein Erker in die Ostwand der Synagoge eingelassen.