Welche Gemeinsamkeiten haben das Osterfest der Christen und das Pessachfest der Juden?

Gläubige Jüdin betet an der Klagemauer in der Altstadt von Jerusalem.
epd-bild/Debbie Hill
Gläubige Jüdin betet an der Klagemauer in der Altstadt von Jerusalem (Foto). Sowohl für Jüdinnen und Juden als auch Christinnen und Christen sind Pessach und Ostern Feste, die für Hoffnung und Neuanfang stehen.
Mila

Hallo Mila. Ostern und Pessach sind zwei eigenständige Feste mit gemeinsamen Wurzeln. Heute haben sie in ihrem jeweiligen Glauben unterschiedliche Bedeutungen. Christinnen und Christen sehen zwischen Ostern und Pessach eine wichtige historische Verbindung. 

Jesus feierte Pessach 

In der Bibel steht, dass Jesus zur Zeit des jüdischen Pessachfestes nach Jerusalem kam. Damals war Pessach ein großes Pilgerfest, zu dem viele Jüdinnen und Juden in die Stadt reisten. Sie feierten die Befreiung aus Ägypten und brachten im Tempel Opfer dar. In dieser Festzeit feierte Jesus mit seinen Freundinnen und Freunden ein gemeinsames Mahl. Kurz danach wurde er verhaftet und gekreuzigt. 

Christinnen und Christen glauben, dass seine Auferstehung am dritten Tag ebenfalls in dieser Pessachzeit geschah. Darum liegt das Osterfest zeitlich bis heute in der Nähe von Pessach. Beide Feste erinnern an Befreiung. Beim Pessachfest feiern Jüdinnen und Juden die Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten. An Ostern feiern Christinnen und Christen die Auferstehung von Jesus. Sie verstehen die Feste als Zeichen der Hoffnung und als neuen Anfang. 
 

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