Hallo Rethse. Christliche Trauerfeiern finden in der Regel auf einem Friedhof oder in einem Friedwald statt.
Schon vor der Trauerfeier kann eine Aussegnung stattfinden. Dabei verabschieden sich Angehörige von dem verstorbenen Menschen. Eine Pfarrerin oder ein Pfarrer spricht Gebete, liest einen Bibeltext und segnet den gerade verstorbenen Menschen.
Manche Menschen lassen sich im Sarg bestatten. Andere lassen sich in einem Krematorium verbrennen und werden dann in einer Urne beigesetzt. Für die Gestaltung der Trauerfeier spielt es keine Rolle, ob es eine Sargbestattung oder Urnenbestattung ist.
Nach einem Gebet wird der Sarg oder die Urne in die Erde gelegt. Dann gibt es einige Riten:
- Es wird an die Taufe erinnert. In katholischen Trauerfeiern besprengt der Pfarrer den Sarg oder die Urne mit Weihwasser. Dies erinnert an die Taufe des verstorbenen Menschen.
- Die Anwesenden werfen Erde auf den Sarg oder die Urne als Erinnerung daran, dass der Verstorbene auf der Erde gelebt hat und der menschliche Körper wieder zu Erde wird.
- Eine Pfarrerin oder ein Pfarrer macht ein Kreuzzeichen über dem Grab. Hinterher richten Mitarbeitende des Friedhofs meist ein Kreuz mit dem Namen der oder des hier Beigesetzten auf dem Grab auf. Es erinnert an den Tod und die Auferstehung Jesu.
- Außerdem beten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Beisetzung am Grab: für die oder den Verstorbenen, für die Angehörigen und für die Menschen, die als nächstes sterben. Zusammen beten sie das Vaterunser und sprechen somit auch eine Bitte um Versöhnung zwischen der oder dem Toten, den Lebenden und Gott aus.
Christinnen und Christen glauben, dass nach dem Tod auf dieser Erde die Menschen bei Gott weiterleben. Wie und wo dieses Leben sein wird, wissen wir nicht. Wir können uns dies nur in menschlichen Bildern vorstellen, zum Beispiel wie ein himmlisches Gastmahl.
