Fasching

- die bunte Zeit vor dem Fasten
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Karneval, Fastnacht und Fasching sind die Namen für die bunten Feste, die viele Menschen vor der österlichen Fastenzeit feiern. Die Zeit dieser Feste beginnt am 11.11. um 11:11 Uhr und endet am Aschermittwoch. Die wichtigsten Tage vor Aschermittwoch sind Weiberfastnacht, Rosenmontag und Faschingsdienstag. Im Weltkalender fallen sie in eine Woche zwischen Anfang Februar und Anfang März. Am Aschermittwoch endet der Karneval und die 40-tägige Fastenzeit beginnt.

Die „11“ ist im Karneval eine besonders wichtige Zahl. Sie steht für Ausgelassenheit und Spaß. Schon vor vielen hundert Jahren feierten die Menschen die Monate vor der Fastenzeit. Den 11. November, an dem auch Martinstag ist, sahen sie als Beginn einer neuen Zeit im Jahr. Die Ernte war bis zu diesem Tag eingebracht und das feierten die Menschen, bevor der Winter begann. Sie aßen leckeres Essen, sangen, tanzten und spielten Theater. In dieser Zeit durften sie sogar Dinge sagen, die sonst verboten waren. Alles war ein bisschen verrückt.

Warum gibt es verschiedene Namen für die lustige Zeit?

Ob Menschen Karneval, Fasching oder Fastnacht sagen, hängt von dem Ort ab, an dem sie leben. Alle Namen haben aber mit der Fastenzeit zu tun und erinnern daran, dass nach den fröhlichen Tagen eine ruhigere Zeit beginnt.

  • Fastnacht heißt „Nacht vor dem Fasten“
  • Karneval kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Fleisch, lebe wohl!“
  • Fasching erinnert auch an den Beginn der Fastenzeit.

Der Karneval ist in Regionen mit vielen katholischen Gläubigen entstanden und bis heute dort stärker verbreitet. In evangelischen Gegenden spielte die Fastenzeit lange eine kleinere Rolle, deshalb entwickelten sich dort oft weniger Karnevalsbräuche. Heute feiern Menschen unabhängig von ihrer Konfession Karneval, Fasching oder Fastnacht — oft einfach als gemeinsames Fest im Winter.

Viele Bräuche im Karneval erinnern an Bräuche in Kirchengemeinden

Im Karneval gibt es Umzüge, die christlichen Prozessionen ähneln, und lustige Reden, die manchmal wie eine Predigt wirken. Auch Masken und Verkleidungen gehören zum Karneval. Menschen schlüpfen in andere Rollen und können sich hinter Masken verstecken. Schon früher nutzten sie diese maskierte Zeit, um den Alltag „auf den Kopf zu stellen“ und sich über die Mächtigen lustig zu machen. So verband der Karneval Freude, Gemeinschaft und manchmal auch Kritik.