Muslimische Kinder und ein Lehrer mit dem Koran.
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Schahada - das Glaubensbekenntnis im Islam
Die Erste Säule des Islam
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Das muslimische Glaubensbekenntnis heißt Schahada und fast alle muslimischen Kinder kennen sie.

Die Schahada ist das arabische Wort für das Glaubensbekenntnis der Muslime und damit die wichtigste Grundlage ihres Glaubens. Sie gehört zur Aufnahme in den Islam, zum Gebetsruf und zu den täglichen Pflichtgebeten der Muslime.

Die Schahada ist ganz kurz und lautet:

"Ich bezeuge, dass es keine Gottheit gibt, nur (und einzig) Allah und ich bezeuge, Mohammed ist der Gesandte Allahs."

Allah ist das arabische Wort für Gott. Der erste Teil der Schahada beteuert, dass Gott alles umfasst, es nur diesen einen Gott gibt und er einzigartig ist. Mit dem zweiten Teil des Satzes versichern Muslime, dass der Prophet Mohammed für sie der Bote Gottes und ein großes Vorbild ist.

Muslime erklären mit ihrem Glaubensbekenntnis also, dass sie nur an den einen Gott glauben und dass sie im Vertrauen auf ihn ihr Leben gestalten werden. Dabei wollen sie sich an ihren Propheten Mohammed halten, denn er hat ihnen gezeigt, wie sie das am Besten tun können.

Die Schahada besiegelt auch die Aufnahme in die Glaubensgemeinschaft der Muslime. Die meisten Eltern flüstern ihrem Baby das Glaubensbekenntnis schon gleich nach der Geburt ins Ohr. Damit gehört es für sie sofort zur Gemeinschaft der Muslime. Wer erst später zum Islam kommt, muss nur einmal vor muslimischen Zeugen die Schahada sprechen. Dann gilt auch er als Muslim.

Für viele Muslime zieht sich ihr Glaubensbekenntnis durch das ganze Leben. Im Alltag ist die Schahada Teil des Gebetsrufes und der Pflichtgebete. Und auch kurz vor ihrem Tod bekennen sich viele Muslime mit der Schahada noch einmal zu ihrem Glauben.

Die Schahada ist die Erste Säule des Islam und damit die wichtigste Lebensregel der Muslime.