Schiiten
- folgen Ali und zwölf Imamen
epd-bild/Sebastian Backhaus
Betende Schiiten am 28.10.2016 im Imam Hussein Schrein in Kerbela, Irak. Der Imam-Husain-Schrein ist eine heilige Stätte des schiitischen Islams in der Stadt Kerbela. Er steht neben dem Grab von Husain ibn ʿAlī, dem zweiten Enkel Mohammeds, in der N​aehe des Ortes wo er in der Schlacht von Kerbela im Jahr 680 starb.
16.05.2013 - 19:35
Schiiten sind Muslime. Sie vertreten eine eigene Glaubensrichtung im Islam, haben aber weniger Anhänger als die Sunniten. Für Schiiten sind der Koran, die Sunna des Propheten Mohammed und die Sunna der zwölf Imame die Quellen ihres Glaubens. 
Das Wort Schiiten kommt von Schia. Das bedeutet auch: „Anhänger einer Partei“.

Das ist typisch für Schiiten:
  • Für Schiiten war Mohammeds Vetter Ali nach Mohammed der religiöse Leiter der Gemeinschaft.
  • Alis Nachfolger waren nach Überzeugung der Schiiten elf Imame. Ein zwölfter Imam wird nach schiitischem Glauben noch kommen und "am Ende der Zeit" für Frieden und Gerechtigkeit sorgen.
  • Die meisten Schiiten beten drei Mal und nicht wie Sunniten fünf Mal am Tag. Sie legen dabei das Mittags- mit dem Nachmittagsgebet zusammen und das Abend- mit dem Nachtgebet. Außerdem hat der Gebetsruf der Schiiten noch einen zusätzlichen Satz. Er lautet: „Ich bezeuge, dass Ali Freund Gottes ist.“
  • Schiiten berühren beim Beten mit der Stirn Gebetssteine und nicht den Boden. Der Grund: Steine sind zusammengepresster Sand und damit nichts anderes als der Boden. Ihn sollen Muslime beim Beten mit der Stirn berühren. Steine lassen sich gut abspülen. Das sorgt für mehr Sauberkeit – und auch das ist allen Muslimen beim Beten wichtig. 
  • Aschura ist für Schiiten ein wichtiger Tag zum Gedenken an den Märtyrer Hussain. Er war der dritte Imam.

Eure Fragen zu Schiiten


Was ist der Unterschied zwischen Aleviten und Schiiten? 
Beten Schiiten auch die Sunna?