Blick auf die Kaaba in Mekka mit vielen muslimischen Pilgern.
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Was tun die Pilger in Mekka?
11.10.2011 - 15:01
Nach Mekka dürfen nur Muslime reisen. Für Andersgläubige ist der Zutritt verboten. Wenn die Pilger in der Stadt ankommen, versetzen sie sich zuerst körperlich und seelisch in einen "Weihezustand". Er heißt Ihram. Um ihn zu erreichen, waschen sich die Pilger, schneiden sich Finger- und Fußnägel und bekleiden sich mit zwei weißen, sauberen Leinentüchern. Anschließend bereiten sich die Muslime mit einem Bittgebet auf das Pilgern vor. Erst dann dürfen sie die heiligen Orte von Mekka besuchen. Das wichtigste Ziel ist die riesige al-Haram-Moschee. In ihrem Innenhof umkreisen die Pilger gleich nach ihrer Ankunft die Kaaba - und zwar sieben Mal gegen den Uhrzeigersinn. Der Hof der Moschee ist so riesig, dass hunderte Männer und Frauen gleichzeitig um die Kaaba kreisen können. Später pendeln die Pilger zwischen den beiden Hügeln as-Safa und al-Marwa hin und her. Die Nacht verbringen sie in Mina.

Am nächsten Morgen besuchen die Pilger den Berg Arafat. Dort beten sie einen ganzen Tag lang. Viele trinken zwischendurch heiliges Wasser. Das stammt aus der Quelle Zamzam. Sie entspringt in Mekka. Später ziehen die Pilger weiter, um in Muzdalifa das Abendgebet zu verrichten. In Muzdalifa sammeln sie auch kleine Steine. Damit bewerfen sie am nächsten Tag in Mina drei Sternsäulen. Diese Säulen sind für Muslime Symbole für den Teufel.

Der 10. Tag des Pilgermonats ist auf dem islamischen Kalender der 10. Dhul-Hidscha. An diesem Tag feiern Muslime auf der ganzen Welt ihr wichtigstes Fest, das Opferfest. Am Tag darauf rasieren sich die Männer die Haare vom Kopf,  umkreisen in Mekka noch einmal die Kaaba und beenden dann ihre Pilgerfahrt. Auch für die Frauen ist die Pilgerreise an diesem Tag offiziell beendet. Viele Muslime bleiben aber noch eine Weile in Mekka oder in der Umgebung.


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Wie bewegen sich Muslime beim Pilgern fort?

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