Zwei Hände halten einen gelben Judenstern.
© epd-bild / Lothar Stein
Judenstern
- verriet Juden an die Nazis
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Heinz Kahn, Tierarzt aus dem rheinland-pfälzischen Polch bei Mayen, zeigt den Judenstern, den er im Konzentrationslager tragen mußte. Kahn überlebte das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz.
21.01.2015 - 11:03

Judenstern nennt man einen sechseckigen gelben Stern mit der Aufschrift Jude. In der Zeit des Nationalsozialismus musste ihn jeder Jude auf seiner Kleidung tragen. Das war eine furchtbare Form der Ausgrenzung, denn damals waren den Juden zuerst viele Dinge verboten. Später wurden sie verfolgt und ermordet.

Mit dem Judenstern konnten die Nazis nicht nur jeden Juden erkennen. Mit dem Zeichen selbst haben sie die Juden auch noch verspottet. Er hatte nämlich die Umrisse des Davidsterns. Er ist ein Symbol für das Judentum. Mit ihm zeigen Juden ihre Verbundenheit mit Gott. Außerdem ähnelten die die Buchstaben der Aufschrift „Jude“ der Hebräischen Schrift der jüdischen Bibel. Damit wollten die Nazis die Juden zusätzlich verhöhnen.

Leiter der Jüdischen Gemeinde ermutigten ihre Mitglieder im Jahr 1941 trotz allem zu einer würdevollen Haltung. Sie rieten: "Tragt ihn mit Stolz, den gelben Stern!" Das hing sicher auch damit zusammen, dass der Stern den Davidstern zeigte.

Auch im Mittelalter mussten sich Juden schon einmal zu erkennen geben. Damals war das Zeichen ein gelber Fleck.
 

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