Bunt verkleidete Kinder am jüdischen Purim-Fest.
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Purim
- feiern Juden den Errettungstag
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Zu Purim basteln sich jüdische Kinder Masken und verkleiden sich für das fröhliche Fest.
31.01.2013 - 15:40

Purim ist ein jüdisches Freudenfest. Es erinnert daran, dass die mutige Königin Esther das jüdische Volk einst vor der Vernichtung bewahrte. Trauerreden und Fasten sind an an diesem Tag verboten.

An Purim lassen es viele Juden richtig krachen. Sie tragen wie beim Karneval bunte Kostüme, alle singen, tanzen, spielen und haben viel Spaß. Der Talmud fordert sie sogar dazu auf, so viel Alkohol zu trinken, dass sie nicht mehr zwischen Gut und Böse unterscheiden können. Das gilt natürlich nicht für Kinder und Jugendliche. Und auch Erwachsene sollten das nicht zu wörtlich nehmen. Gemeint ist damit, dass Juden an diesem Tag allen Grund haben, eine ausgelassene Party zu feiern. 

Oft laden sich Familien und Freunde zu ausgiebigen Festmahlzeiten ein. Dabei erinnert auch das Tischgebet an das Purim-Wunder. Viele beschenken sich gegenseitig. Wer kann, macht außerdem mindestens zwei bedürftigen Menschen eine Freude. 

In der Synagoge wird am Purim-Tag die Esther-Rolle mit den Berichten über Esther vorgelesen. Sie heißt „Megillat Esther“. Niemand darf ein Wort verpassen. Sobald der Name "Haman" fällt, klappern alle Besucher mit lauten Rasseln. Denn Haman war einst ihr Feind. Und mit dem lauten Rasseln wollen sie das Andenken an ihn vernichten.
 

Eure Fragen zu Purim


Woran erinnert Purim?
Warum verkleiden sich Juden zum Purim-Fest?
Was hat es mit dem Purim-Fisch auf sich?