Ein Kreuz vor blauem Himmel

Warum gibt es keine orthodoxen Rabbinerinnen?

Orthodoxe Juden leben vor allem nach Geboten, die es schon seit der Entstehung des Talmuds gibt. Diese ließen Frauen früher unter anderem keine Zeit, den Beruf der Rabbinerin zu erlernen.

Als der Talmud entstand galt für jüdische Männer und Frauen eine strenge Arbeitsteilung. Danach beschäftigten sich die Männer so viel es ging mit ihrer Religion. Die Frauen hielten ihnen den Rücken frei. Sie kümmerten sich um die Betreuung und die religiöse Erziehung der Kinder und um den Haushalt. Das war viel aufwändiger als heute, denn damals gab es noch keine Waschmaschinen oder andere Geräte. Außerdem nahm das koschere Kochen viel Zeit in Anspruch. Das machte es Jüdinnen unmöglich, nebenbei das nötige Wissen für den Beruf einer Rabbinerin zu erlernen.

Nach einem anderen jüdischen Gebot aus der damaligen Zeit dürfen Männer keine Frau berühren, die gerade ihre Regel hat. Das bedeutet, dass eine Rabbinerin in jedem Monat einige Tage lang nicht in ihrem Beruf arbeiten könnte.

Diese Regeln haben sehr angesehene Rabbiner aufgestellt. Um sie zu ehren, halten sich orthodoxe Juden bis heute fast immer an ihre Weisungen.

Viele liberale Juden bemühen sich dagegen, die Gebote ihrer Religion und die heutige Lebensweise möglichst gut zu vereinbaren. Daher verändern sie manche Traditionen, so dass auch Frauen den Beruf der Rabbinerin ausüben können.

Warum gibt es keine orthodoxen Rabbinerinnen?
Judentum
Frage: Esther  //  Antwort: Debora Lapide, jb

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