Hallo, Adina. In der heutigen Zeit werfen einige Menschen den Stiftern und Propheten der Religionen vor, sie hätten alles, was ihre Anhängerinnen und Anhänger glauben, nur erfunden. Besonders Menschen, die selbst nicht an einen Gott oder eine höhere Macht glauben, erkennen nicht an, dass die Religionen von Gott kommen. Aus ihrer Sicht ist das logisch, denn wenn es keinen Gott gibt, können auch die Religionen nicht von ihm stammen. Solche Aussagen verletzen aber die Gläubigen. Denn praktisch sagt ihnen das, dass sie einem Schwindel aufgesessen sind.
Wie die Gläubigen den Ursprung ihrer Religionen sehen
Viele Religionen wie Judentum und Islam beziehen sich darauf, dass ihre Stifter oder Propheten Botschaften von Gott erhalten haben, die sie den Menschen weitergaben. Sie sahen sich selbst also nicht als Urheber dieser Botschaften, sondern lediglich als Übermittler. In anderen Religionen, wie dem Hinduismus sind es manchmal sogar die Götter selbst, die auf die Erde kommen, um zu den Menschen zu sprechen. Als „Inkarnationen“ erscheinen sie dann in einer menschlichen oder menschenähnlichen Gestalt. Im Buddhismus ist es der Buddha Siddharta Gautama, der durch Meditation und eigene Erfahrung zur Erleuchtung gelangt, also zur Erkenntnis, und diese anderen Menschen weitergibt.
Wie können wir respektvoll darüber sprechen?
Die Gefühle anderer Menschen zu respektieren ist wichtig für das friedliche Zusammenleben. Dazu gehört auch, seine Worte so zu wählen, dass sie andere nicht verletzen. Das bedeutet nicht, dass keine Nachfragen oder Zweifel erlaubt sind. Jeder und jede hat das Recht auf seine oder ihre eigene Meinung und seinen oder ihren eigenen Glauben. Wie darüber gesprochen wird und mit welcher Absicht, das entscheidet darüber, ob ein Gespräch gelingt, auch wenn die Meinungen weit auseinanderliegen.