Der Dalai Lama auf dem internationalen buddhistischen Nonnenkongress an der Universität in Hamburg, 2007.
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Dalai Lama
- der weise Buddhist lehnt Gewalt strikt ab
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Der buddhistische Mönch Tenzin Gyatso ist der 14. Dalai Lama. Er setzt sich weltweit für mehr Respekt und Toleranz ein.
29.03.2014 - 17:18

Dalai Lama bedeutet „Lehrer, dessen Weisheit so groß ist wie der Ozean“. Der Dalai Lama ist für viele Buddhistinnen und Buddhisten in Tibet deshalb der wichtigste Mensch der Welt. Sie glauben, dass niemand so weise ist wie er und dass seine Seele immer wieder neu geboren wurde und er schon seit vielen Jahrhunderten ihr Oberhaupt ist.
Zurzeit lebt nach dem Glauben der Buddhistinnen und Buddhisten der 14. Dalai Lama. Er heißt Tenzin Gyatso und wird auf der ganzen Welt als großer Botschafter des Friedens verehrt, denn er reist immer wieder durch alle Länder und setzt sich überall ein für mehr Toleranz, Respekt und ein Leben ohne jede Gewalt. 1989 erhielt er den Friedensnobelpreis für seinen Kampf um Frieden und Menschlichkeit. Der Dalai Lama wurde am 6. Juli 1935 in Tibet geboren.

Lange Zeit lebte der Dalai Lama als politisches Oberhaupt in Tibet. Im Jahr 1959 übernahm China jedoch die Kontrolle über das Land. Damit waren die Tibeterinnen und Tibeter nicht einverstanden und der Dalai Lama musste fliehen. Seither lebt er in Indien. Trotzdem blieb er das Oberhaupt der Tibeterinnen und Tibeter. 2011 legte er sein Amt jedoch nieder und erklärte, dass es nach seinem Tod keinen Dalai Lama mehr geben wird. Das hat die Tibeterinnen und Tibeter sehr geschockt. Die meisten von ihnen verehren ihn trotzdem bis heute als ihren „Leiter".