Pilgern im Judentum
- drei Wallfahrten führen nach Jerusalem
David Bleja/fotolia
Die Stadt Jerusalem ist für Juden der heiligste Ort und viele Juden aus der ganzen Welt pilgern dort hin.
17.04.2013 - 10:30

Jerusalem ist die heiligste Stadt für Juden, weil dort das Zentralheiligtum, der Tempel, stand. Nicht nur während der drei Wallfahrtsfeste Pessach, Schawuot und Sukkot pilgern sehr viele Juden dorthin. Heute haben Juden noch weitere kleine Pilgerstätten auf der ganzen Welt, die jedoch nicht denselben Stellenwert haben wie Jerusalem.

Auf dem Tempelberg in Jerusalem standen nacheinander zwei Tempel. Sie waren das größte Heiligtum der Juden. Beide Tempel wurden von Feinden der Juden zerstört. Der letzte von ihnen im Jahr 70 nach Christi Geburt. Die Tora fordert jüdische Männer dazu auf, die Tempel während der Wallfahrtsfeste zu besuchen, dort Opfer zu bringen und sich vor Gott freuen. Die Feste erinnern an den Auszug der Juden aus Ägypten und an das Ende der Sklaverei, an den Empfang der Gebote und an die Bewahrung während der Wüstenwanderung.

Heute erinnert in Jerusalem nur noch die Westmauer an das zerstörte Heiligtum der Juden. Sie heißt auf Deutsch Klagemauer und ist ein Rest der Befestigungsmauer um den zweiten Tempel herum. Dorthin reisen viele Juden, um Gott nahe zu sein.

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