Ein nachdenklich schauender Junge stützt seinen Kopf auf seinen Arm.
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Sünde in den Religionen
- die Trennung von Gott
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Jüdische, christliche und muslimische Gläubige sind sich sicher, dass Gott ihnen ihre Sünden vergibt, wenn sie bereuen und um Verzeihung bitten.
17.08.2015 - 15:36

Jüdische, christliche und muslimische Gläubige begehen eine Sünde, wenn sie sich von Gott trennen, also über Gott lästern oder gegen seine Gebote verstoßen. Das geschieht zum Beispiel, wenn sie andere Menschen beleidigen, verletzen oder ihnen in der Not nicht helfen. Das Wort Sünde bedeutet auch Trennung oder Abkehr.

Sünde hat etwas Geheimnisvolles, etwas Verbotenes. Die Bibel erzählt, dass Adam und Eva etwas Unerlaubtes taten und dafür hart bestraft wurden: Sie mussten das Paradies verlassen. Das Gute für jüdische, christliche und muslimische Gläubige: Sie sind sich sicher, dass Gott ihnen Sünden vergibt, wenn sie ihre Taten bereuen und ihn um Verzeihung bitten.

Im Alltag benutzen wir das Wort "Sünde" auch dann, wenn es gar nicht um Religion geht. Manche sagen, "ich sündige", wenn sie zu viele Süßigkeiten naschen. Das ist zwar schlecht für die Zähne und macht dick, aber aus Sicht der Religionen ist das Naschen natürlich keine Sünde. Auch wenn du andere Kinder mal ein bisschen ärgerst, in der Schule schwindelst, weil du die Hausaufgabe vergessen hast, oder wenn du zu viele Süßigkeiten genascht hast, sündigst du in den Augen der Gläubigen nicht vor Gott. Trotzdem ist es besser, wenn du all das lässt.

Hindus und Gläubige im Buddhismus kennen keine Sünden, die ihnen vergeben werden können. Aber auch sie leben so gut wie möglich nach ähnlichen Geboten. Nach dem Glauben der Hindus und buddhistischen Gläubigen zieht nämlich jede Handlung eine Folge nach sich. Das nennen sie Karma.