Kinder und Männer einer jüdischen Gemeinde tragen eine Torarolle herum.
© Debora Lapide
Simchat Tora
- das Fest der Torafreude
Debora Lapide
Simchat Tora ist ein freudiges Fest, bei dem die Torarolle singend und tanzend herumgetragen wird.
31.01.2013 - 15:47

Simchat Tora ist das Fest der Torafreude. Mit ihm endet das alte und beginnt ein neues Tora-Jahr. Gleichzeitig beendet Simchat Tora das jüdische Ernte- und Laubhüttenfest Sukkot.

Die Tora ist den Juden sehr wichtig. Sie enthält die ersten fünf Bücher der Bibel, die Bücher Mose. Im Laufe eines Jahres lesen Juden die Tora im Gottesdienst einmal komplett durch. An Simchat Tora werden das Ende und auch gleich wieder der Anfang der Tora vorgelesen. Auf diese Weise hat die Toralesung niemals ein Ende.
Das Lesen der Tora am Festtag Simchat Tora ist eine sehr große Ehre. Die Vorleser haben an diesem Tag sogar besondere Namen. Den Vorleser des letzten Tora-Teils nennt man Chatan Tora, das heißt Bräutigam der Tora. Der Vorleser des ersten Abschnittes heißt Chatan Bereschit, das bedeutet Bräutigam des Anfangs.
Mit dem endlosen Lesen der Tora zeigen Juden ihren Glauben daran, dass Gott ihnen die Tora für immer gegeben hat. Dafür sind sie sehr dankbar.

In der Synagoge feiern Juden das Fest der Torafreude mit einem besonderen Ritual. Sie nehmen alle Torarollen aus dem Schrein und tragen sie sieben mal um die Bima herum und oft auch durch die ganze Synagoge. Dazu tanzt und singt die Gemeinde. Die jüdischen Kinder haben großen Spaß. Sie toben herum und bekommen viele Süßigkeiten.

In Israel tragen Juden die Torarollen auch durch die Straßen und tanzen fröhlich um sie herum. Bei ihnen fällt das Fest mit Schemini Azeret zusammen. Beide Feste gemeinsam beenden das Laubhüttenfest Sukkot.
 

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