Was geschah bei der Reformation?
16.01.2012 - 12:22
Martin Luther hielt viele Übersetzungen aus der Bibel für falsch und damit auch viele Anweisungen des Papstes. Das wollte er nicht einfach hinnehmen. Er schrieb seine Entdeckungen, seinen Protest und seine Ideen in 95 Thesen auf. Diese schickte er im Jahr 1517 an den Erzbischof von Brandenburg und an seine Freunde. Gemeinsam wirbelten sie damit eine Menge Staub auf. Der Papst war wütend und schloss Luther aus der Kirche aus. Luther musste sogar um sein Leben fürchten.

Eigentlich wollte Martin Luther die gesamte Katholische Kirche reformieren. Refomieren heißt erneuern. Doch seine Ansichten teilten die Katholiken in zwei Gruppen. Ein Teil  hielt weiterhin zum Papst, andere Katholiken schlossen sich der Überzeugung von Martin Luther an. Sie gründeten neben der Katholischen die neue Evangelische Kirche. Daneben gab es schon vorher noch andere Glaubensrichtungen im Christentum. Dazu gehörten zum Beispiel die Kopten und die Baptisten. 

Weil der Protest gegen Anweisungen des Papstes zur Gründung der Evangelischen Kirche führte, heißen evangelische Christen auch Protestanten.

Die evangelische und die katholische Kirche haben sich seit der Zeit des Mittelalters weiter entwickelt. Auch heute gibt es noch Unterschiede, aber auch immer noch viele Gemeinsamkeiten. Inzwischen haben sich beide Seiten wieder angefreundet und feiern sogar immer mehr Feste gemeinsam.