5.000 Muslime beten in der Sehitlik-Moschee im Berliner Stadteil Neukölln zu Beginn des Opferfestes.
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Opferfest
- Id al-Adha ist das wichtigste Fest der Muslime
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Zu Beginn des islamischen Opferfestes versammeln sich 5.000 Gläubige in der Sehitlik-Moschee im Berliner Stadtteil Neukölln zum Festtagsgebet.
27.09.2011 - 17:09

Id al-Adha ist das arabische Wort für Opferfest. Das große Familienfest gehört zur Pilgerfahrt der Muslime und ist der höchste Feiertag im Islam. Er erinnert Muslime daran, dass sie Gott grenzenlos vertrauen dürfen, und ruft sie zur Hilfsbereitschaft auf.

Das Opferfest dauert drei Tage. Die Rituale beginnen aber schon am Vortag. Er heißt „Tag Arafat“ und ist nach einem Berg benannt. An ihm beten viele Pilger am Tag vor dem Opferfest vom Mittag bis zum Abend und konzentrieren sich dabei ganz auf Gott. Viele Muslime, die nicht an der Pilgerfahrt teilnehmen, fasten an diesem Tag. Es heißt, dass ihnen dann die Sünden für das vergangene und für das laufende Jahr verziehen werden.

Am ersten Morgen des Opferfestes herrscht in vielen Moscheen dichtes Gedränge. Auch die Frauen sind an diesem Tag ausdrücklich zum Festgebet und zur Predigt eingeladen. Anschließend wünschen sich alle „Möge Allah deine guten Taten annehmen und dir und deiner Familie das Beste geben“.

Als Zeichen der Freundschaft und Hilfsbereitschaft beschenken sich viele Muslime am Tag des Opferfestes - so ähnlich wie Christen es zu Weihnachten tun. Fast alle kommen in der Familie zusammen und essen gemeinsam.

In muslimischen Ländern ist es Tradition, zum Opferfest ein Tier zu schlachten, es in drei Teile zu zerlegen und zwei Teile davon zu verschenken. Ein Drittel bekommen oft Freunde und Verwandte, ein Drittel bedürftige Menschen und nur das letzte Drittel isst die Familie selbst.

Auch viele Muslime in Deutschland spenden etwas. Manche geben etwas an Bedürftigen in ihrer Umgebung, andere schicken Geld in ihre Heimatländer oder in Gegenden, in denen Menschen noch mehr auf Hilfe angewiesen sind.

 

 

Eure Fragen zum Opferfest

 

 


Worum geht es beim Opferfest?

Das Opferfest erinnert Muslime und Aleviten daran, dass sie Gott blind vertrauen können. Dieses Vertrauen gibt den Anhängern einiger Religionen eine Geschichte über ein Erlebnis von Abraham. Er ist der gemeinsame Urvater der Juden, Christen, Muslime, Aleviten und Bahai. Auch diese Religionen kennen die Geschichte aus ihren heiligen Schriften.

Danach vertraute Abraham Gott bedingungslos. Er war ohne jede Ausnahme dazu bereit, einfach alles zu tun, worum Gott ihn bat. Eines Nachts träumte Abraham, dass Gott von ihm verlangte, ihm seinen über alles geliebten Sohn zu opfern. Abraham litt entsetzlich. Doch sogar diesen vermeintlichen Wunsch wollte er Gott nicht abschlagen. Schweren Herzens zog er mit seinem Sohn los. Als Gott Abrahams Treuebeweis erkannte, stoppte er den verzweifelten Vater im allerletzten Moment und wies ihn an, seinen Sohn am Leben zu lassen. Statt dessen bat er Abraham, ihm an Stelle seines Sohnes ein Tier zu opfern.

Das Erinnerungsfest an diese Geschichte führte der Prophet Mohammed während seiner ersten Pilgerfahrt ein. Daraus ist eine feste Tradition geworden. Bis heute feiern Millionen Muslime in ihrem Pilgermonat das Opferfest  - manche von ihnen während ihrer Pilgerreise in Mekka, andere zu Hause, bei Verwandten oder Freunden.

Auch manche Aleviten feiern am Tag des Opferfestes ein Familienfest. Die meisten von ihnen leisten aber vor allem soziale Dienste und treffen sich in den Gemeindezentren, um gemeinsam Fürbitt-Gebete zu sprechen.