Mit dem Rücken zum Betrachter sieht man einen orthodoxen Juden in schwarzer Kleidung und mit einem schwarzem Hut. Daneben steht ein Jugendlicher mit einer blauen Kippa auf dem Kopf. Beide stehen vor der Klagemauer in Jerusalem.
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Kleidung im Judentum
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Die jüdische Kippa gibt es bunt und gehäkelt, aber auch einfarbig aus Stoff.
Alena Herrmann, dl. jb
01.07.2012 - 01:20

Im Judentum gibt es wie in jeder Religion typische Kleidungsstücke für bestimmte Anlässe. Kleiderregeln für den Alltag haben nur streng orthodoxe Juden.

In der Synagoge trägt jeder Mann eine kleine Kappe auf dem Kopf. Sie heißt Kippa und ist ein Zeichen der Ehrfurcht vor Gott. Auch im Alltag setzen viele Juden die Kippa auf. Sie wurde erst lange nach der Überlieferung der Tora eingeführt.

Zum Morgengebet ziehen Juden einen weißen Gebetsmantel über und binden sich den Gebetsriemen um. Das Gewand heißt Tallit. An ihm sind kleine Fäden befestigt, die Zizit. Die Gebetsriemen heißen Tefillin.

Verheiratete Chassidim sieht man in manchen Gegenden häufig mit einem Schtreimel. Das ist eine warme Mütze. Die Chassidim gehören einer bestimmten Glaubensrichtung im Judentum an.

Frauen der jüdischen Glaubensrichtung Haredim verbergen ihren Körper unter einem bodenlangen Rock und langärmeligen, hochgeschlossenen Blusen oder Pullovern. Hut oder Perücke bedecken das Haar. Die Männer dieser streng orthodoxen Glaubensrichtung erkennst du an ihren langen Schläfenlocken, einem langen Bart, schwarzer Kleidung und einem hohen Hut.