Aufgeschlagene Bibel am Beginn des Alten Testaments, daneben eine Kerze und ein Kreuz
© Marius Krause
Erstes Testament
- heißt auch noch Altes Testament und gilt für Juden und Christen
epd-bild/Rainer Oettel
Die Bemalung am Bogen der Apsis in der Kirche St. Nikolai in Constappel bei Meissen (Sachsen) zeigt Mose mit den Gesetzestafeln.

Das Erste Testament ist die Bibel der Jüdinnen und Juden und der erste Teil der Bibel für Christinnen und Christen. Für beide Religionen gehört das Buch zu den wichtigsten Schriften ihres Glaubens. Es enthält drei Teile mit insgesamt 39 Büchern. Man unterteilt das Erste Testament in Geschichtsbücher, Propheten und Schriften. Dabei ist die jüdische Zählung ein bisschen anders als die christliche.

Im Ersten Testament geht es um die gemeinsame Geschichte aller Menschen. Es behandelt vor allem die Schöpfung der Welt und die Anfänge der Menschheit. Das gilt für Erzählungen wie Noah oder den Turmbau zu Babel. Mit Abraham beginnen der Eingottglaube und das Judentum. Da er der Vater vieler Völker ist, ist er es beispielsweise auch von Christinnen und Christen sowie Musliminnen und Muslimen.
Dann geht es um die Entstehung der 12 Stämme Israels und wie aus dieser Familie ein Volk wird.
Die Fünf Bücher Mose behandeln also größtenteils die Geschichte der Jüdinnen und Juden. Dort finden sich auch einige lange Geschichten von den Vätern und Müttern des Glaubens, zum Beispiel von Abraham und Sara, von Josef und seinen Brüdern, von Mose und Mirjam. Die Fünf Bücher Mose nennen Jüdinnen und Juden Tora, was Weisung bedeutet.

Warum sagen heute viele Menschen lieber Erstes und Zweites Testament als Altes und Neues Testament?