Ein kleiner jüdischer Junge mit Kippa steht an einem festlich gedeckten Tisch.
© Debora Lapide
Fasten im Judentum
- nicht länger als 25 Stunden
Debora Lapide
Bevor Juden fasten, gibt es noch einmal ein leckeres Essen am festlich gedeckten Tisch.
25.03.2013 - 15:05

Im Judentum gibt es verschiedene Fastenzeiten. Niemand darf dabei länger als 25 Stunden am Stück komplett auf Essen und Trinken verzichten, denn die Gesundheit geht vor.

  • Das Esther-Fasten am Tag vor Purim erinnert daran, dass Esther in der persischen Hauptstadt Susa mit ihrem Hofstaat für die Juden fastete. Damit bat sie das Volk um Unterstützung vor dem König. Sie wollte ihn bitten, die Juden vor der Ermordung durch den Minister Haman zu retten.
  • An den sieben Tage vor Pessach verzichten viele Juden auf gesäuerte Speisen. Am Abend vor Pessach essen und trinken viele Erstgeborene überhaupt nichts. Damit danken sie Gott dafür, dass sie nicht ebenso getötet wurden, wie vor mehr als 2000 Jahren die Erstgeborenen in Ägypten.
  • Tischa beAw erinnert Juden an die Zerstörung der beiden Tempel in Jerusalem. An diesem Trauertag verzichten viele Gläubige einen Tag lang auf Essen und Trinken.
  • Vor dem 9. AW verzichten viele Juden drei Wochen lang auf Fleisch, Fisch und Früchte, die sie in den ersten Monaten des Jahres noch nicht gegessen haben. Am 9. AW gibt es gar nichts zu Essen und zu Trinken. Diese Trauerzeit erinnert an die Zerstörung der heiligen Tempel in Jerusalem.
  • Das Gedalja-Fasten ist ein Bußtag und erinnert an Gedalia ben Achikam. Er war nach der Zerstörung des ersten Tempels Statthalter im Königtum Juda.
  • Jom Kippur ist der strengste Fastentag im Judentum.

 

Eure Fragen zum Fasten 


Müssen alle Juden fasten?
Seit wann fasten Menschen?